Katharina Pfledderer
Statement
Aus dem tiefen, nachtblauen Strom der
Moderne brechen drei stumme
Gesichter hervor – archaisch, wild und
ungezähmt. Es sind die Züge von
Primaten, die uns wie geisterhafte
Wächter aus der Leinwand
entgegensehen. Eingehüllt in den
warmen Glanz von blau, tragen sie das Wissen der Urzeit in sich,
während neongelbe und pinke Lichtblitze
den Rhythmus der Großstadt über sie
legen.
Ihre Blicke spiegeln den uralten Konflikt
zwischen Natur und Zivilisation wider:
Ein starrer Schrei, ein verborgenes Visier,
ein weiser, leiser Blick. Sie sind die
Ahnen unseres eigenen Geistes,
gefangen im Farbrausch der Gegenwart
– eine Erinnerung daran, wie viel ungezähmtes Leben noch immer unter unserer modernen Oberfläche schlägt.

