Romana Meissner
Statement
“Mich faszinieren Texturen, Strukturen, Oberflächen aller Art, ihre Risse, Brüche und Verwerfungen, verstanden im wörtlichen, aber auch im übertragenen Sinn, nämlich als das, was sich hinter dem auf den ersten Blick o „Gla em“ verbirgt. Dies kann mich umgebende Materialien, aber auch individuelle und gesellscha liche Prozesse betreffen. Damit setze ich mich in meiner künstlerischen Praxis auseinander.“ (Romana Meissner)
Romana Meissner wurde 1962 in der Tschechischen Republik geboren. 1970 emigrierte die Familie in die BRD, seitdem lebt die Künstlerin in Süddeutschland. Die Emigra on als einschneidendes Ereignis zu erfahren und damit einhergehend die Fragen nach Entwurzelung, Zugehörigkeit, Anpassung, Heimat und einem Leben im gefühlten „Dazwischen,“ ließ die Künstlerin schon früh nach einem Ausdruck jenseits der gesprochenen Sprache suchen. Diesen fand sie in der Malerei, später auch in der Bildhauerei, Druckgrafik und tex len Kunst, und hier vor allem der Garn-Kunst. In ihrer Arbeit mit unterschiedlichen Garnen knüp Romana Meissner bewusst an ein tradi onelles Kunsthandwerk an, das ihre Kindheit in Tschechien prägte: „Ich war als Kind umgeben von s ckenden, strickenden und nähenden Frauen: meiner Mu er, meinen Tanten und Großmü ern“, erinnert sich die Künstlerin. Durch Verfremdung, Abstrak on und Kombina on mit anderen Techniken wie der Malerei oder der Druckgrafik rückt Romana Meissner diese Hand-Arbeit in den Bereich der zeitgenössischen Kunst.
Mit ihrem Werk ZEIT.GEIST*IN. eröffnet sie einen Dialog zwischen Sichtbarem und Verborgenem und fordert damit unsere Wahrnehmung und unseren Blick auf das was „ist“ heraus.

ZEITGEIST*IN, 2025
Mixed Media, 30x30cm
