Marika Junikajtes
Statement
Marika Junikajtes ist eine Mixed-Media-Künstlerin aus dem Großraum Frankfurt am Main. Ihr Schaffen markiert die Entscheidung für absolute Bedeutung und tiefgreifenden Impact. Eine bewusste Verpflichtung zu radikaler Ehrlichkeit und emotionaler Resonanz. Im Zentrum steht das menschliche Porträt, das Junikajtes als Projektionsfläche für innere Landschaften, Brüche und die Ästhetik der Transformation nutzt.
Inspiriert von der Kintsugi-Philosophie, begreift sie Gold als essentielles Element der Heilung. Bereits in der Serie „Strength Wears Black“ erkundete sie die Kraft in der Reduktion, während sich ihr Werk in der zwölfteiligen Serie „Chromatic Souls“ einer intensiven Farbgewalt öffnete. In der Serie „Four Seasons“ verbinden sich emotionale Zyklen durch Acryl, flüssige Medien und Collage-Elemente zu einer freien Bildsprache. In aktuellen Arbeiten wie „The Weight We Carry“ verdichten sich diese Erfahrungen zu reliefartigen Goldadern, Zeugnisse von bestandenem Druck und gewonnener Integrität.
Ihr Prozess ist ein physischer Dialog mit der Leinwand: Junikajtes arbeitet intuitiv mit Strukturmedien, schichtet auf und trägt ab. Die Musik von Chopin dient dabei als emotionaler Taktgeber für den Pinselstrich. Über die Schwere hinaus ist ihre Kunst ein Plädoyer für Freiheit und die Freude an der eigenen Existenz; ein Aufruf, sich auf sich selbst zu besinnen und den eigenen Weg auch ohne Applaus fortzusetzen.
Identität ist für Marika Junikajtes kein statischer Zustand, sondern ein vielschichtiges Geflecht aus allem, was wir sind: das Sichtbare und das Unsichtbare, das Erreichte und das Erlittene. Es ist der Mut, die eigenen Schichten freizulegen, die verborgenen Narben zu vergolden und die gesamte Komplexität der eigenen Geschichte als unverwechselbares Fundament der Persönlichkeit anzunehmen.

Golden Burden, 2026
Mixed Media auf Leinwand, 80x60cm
Werkbeschreibung
Golden Burden markiert den Ursprung der Serie „The Weight We Carry“. Die Arbeit bricht radikal mit der Erwartung an einen makellosen Körper und lenkt den Blick auf das, was unter der Oberfläche liegt. In einer Mischung aus dunklen, fast schattenhaften Silhouetten und reliefartigen Strukturen wird eine menschliche Rückenansicht zum Schauplatz innerer Prozesse. Die Last, die wir oft unsichtbar mit uns tragen, wird hier durch explosive Goldadern nicht nur sichtbar, sondern zur kostbaren Signatur erhoben.
Inspiriert von der japanischen Tradition des Kintsugi, bei der zerbrochene Keramik mit Gold gekittet wird, begreift dieses Werk psychologische Brüche nicht als Defekt. „Golden Burden“ visualisiert den Moment der Transformation: Wenn Schmerz und Last angenommen werden, entsteht eine neue, unverwechselbare Stärke. Die physische Schwere der Textur kontrastiert mit der spirituellen Leichtigkeit des Goldes. Ein Spannungsfeld, das den Betrachter einlädt, die eigene Geschichte als Ort des Wachstums zu begreifen.
