Sascha Holzmann

Meine Arbeiten entstehen an der Schnittstelle von digitaler Bildsynthese, physischer Materialbearbeitung und Klang. Ich bezeichne diese Praxis als SonicSynthographyTM – ein Ansatz, bei dem ein Werk nicht nur betrachtet, sondern als mehrschichtiges System erfahren wird.


Im Kontext von Licht- und Neonästhetik interessiert mich weniger das Leuchten selbst als dessen Wirkung: Licht als Träger von Information, als Oberfläche, die Räume auflöst, und als Medium, das Wahrnehmung verschiebt. Viele meiner Arbeiten sind so angelegt, dass sie erst in gedämpfter Umgebung ihre volle Tiefe entfalten – dort, wo Kontraste schärfer werden und das Bild beginnt, über sich hinaus zu wirken.


Der Ausgangspunkt ist ein digitales Motiv, das in einem iterativen Prozess verdichtet wird, bis es eine visuelle Spannung erzeugt, die über reine Abbildung hinausgeht. Parallel dazu entsteht eine eigenständige klangliche Ebene. Diese ist nicht als Ergänzung im klassischen Sinne gedacht, sondern als zweite Struktur, die über einen QR-Code aktiviert wird und das Werk auditiv erweitert.


Ein zentraler Bestandteil meiner Arbeit liegt in der physischen Umsetzung. Die Motive werden gedruckt, weiterverarbeitet und in individuell gestaltete Rahmen überführt. Dabei kommen Lasertechnik, Gravuren, mehrschichtige Konstruktionen sowie manuelle Oberflächenbearbeitung zum Einsatz. Farbigkeit entsteht nicht nur im Bild selbst, sondern auch durch Materialien, Lacke und gezielte Reflexionen. Der Rahmen fungiert dabei als Erweiterung des Bildraums.


In Arbeiten wie „Recursive Dream“ wird diese Struktur bewusst als Schleife angelegt: visuell, akustisch und räumlich. Das Werk reagiert auf die Umgebung, auf Lichtverhältnisse und auf die aktive Teilnahme des Betrachters. Es ist weniger ein statisches Objekt als ein System, das sich erst im Moment der Wahrnehmung vollständig konstituiert und sich in rekursiven Schleifen, einer Evolution gleich, weiterentwickelt.


Im Zentrum steht die Frage, wie sich digitale Bilder in reale Räume übersetzen lassen – und was passiert, wenn sie dort beginnen, sich zu wiederholen, zu überlagern und eine eigene Präsenz zu entwickeln.

Recursive Dream, tbd
 Hybride Synthographie, 50x50cm

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